22:22
15-teilige Malereiserie
2025
In der Serie „22:22“ untersuche ich die Beziehung zwischen Serie und Einzelbild und frage, wie Bedeutungszusammenhänge entstehen; sowohl im gelebten Alltag wie auch analog dazu in der Malerei. Während die Sequenzialität der einzelnen Malereien eine fortlaufende Narration suggeriert, spielt sich das räumliche Erleben von Malerei zugleich in einer anderen Zeitlichkeit ab. Erst indem die Betrachtenden die Bilderfolge im Raum abschreiten, eröffnen sich subjektive Bedeutungen und Verweise zwischen den einzelnen Bildern.
Auch die titelgebende Uhrzeit 22:22 verweist auf eine intuitive Form der Bedeutungsbildung, durch die Menschen in Alltagsphänomenen Zusammenhänge und Muster erkennen oder hervorbringen. Ihre symbolische Aufladung (etwa die Vorstellung, die 22:22 bringe Glück) sagt dabei weniger über etwaige Bedeutungen aus als über das zutiefst menschliche Bedürfnis, Zusammenhänge herzustellen und Bedeutung zu erzeugen.
Die Arbeit wurde für die Ausstellung Post-it in der Galerie Espacio0 in Huelva (Andalusien) entwickelt.














